Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED), die Landeselternschaft der Förderschulen GE und KME in NRW sowie die Landeselternschaft der Realschulen in NRW e. V. haben eine gemeinsame Stellungnahme zu den geplanten ABC-Klassen (verpflichtende schulische Vorkurse zur Sprachförderung) abgegeben.
Die drei Elternverbände begrüßen ausdrücklich das Ziel der Landesregierung, die sprachlichen Kompetenzen von Kindern frühzeitig zu stärken und damit die Voraussetzungen für einen erfolgreichen und chancengerechten Bildungsweg zu verbessern. Zugleich betonen sie, dass Sprachförderung pädagogisch sensibel umgesetzt, eng mit bestehenden Förderstrukturen verzahnt und konsequent am Kindeswohl orientiert werden muss.
Aus Elternsicht sind insbesondere eine frühzeitige Förderung, der wertschätzende Umgang mit Mehrsprachigkeit, klare Zuständigkeiten, ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen sowie eine verbindliche Einbindung der Eltern und Kommunen entscheidend für den Erfolg der ABC-Klassen. Die Verbände sprechen sich dafür aus, die Sprachförderung vorrangig in den Kindertageseinrichtungen zu verorten und auf zusätzliche Belastungen von Kindern, Familien und Schulen zu verzichten.
Mit ihrer Stellungnahme bringen die drei Elternvertretungen konstruktiv ihre Perspektive in den laufenden bildungspolitischen Diskurs ein und appellieren an den Gesetzgeber, die geplanten Regelungen praxisnah weiterzuentwickeln.
https://lers.nrw/wp-content/uploads/2026/02/20260122-Stellungnahme-zu-den-ABC-Klassen-1.pdf