Beim Bildungscafé von Frau Zingsheim-Zobel (Bündnis 90/Die Grünen) kamen verschiedene Akteurinnen und Akteure aus dem schulischen Bereich zusammen. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der Berufskollegs, von lehrerNRW, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule. Auch Schulleitungen und wir als Elternvertretung der Landeselternschaft der Realschulen nahmen teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Antisemitismus an Schulen sowie die Darstellung jüdischen Lebens in Schulbüchern. Dazu war Herr Hinker von den Bildungsmedien per Videokonferenz zugeschaltet. Er berichtete, dass die Verlage eng mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland zusammenarbeiten. Eine aktuelle Studie habe gezeigt, dass in heutigen Schulbüchern keine antisemitischen Darstellungen oder Texte mehr enthalten sind. Diese Einschätzung wurde von allen Teilnehmenden mit Erleichterung aufgenommen.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie herausfordernd es derzeit ist, dieses Thema in Klassen mit sehr unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen sensibel zu behandeln. Ein zentraler Punkt war daher die Frage, wie Lehrkräfte besser unterstützt werden können.
Zudem wurde betont, wie wichtig eine klare Differenzierung ist: Antisemitisches Verhalten muss klar benannt und bekämpft werden. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass Kritik an israelischer Politik nicht pauschal mit Antisemitismus gleichgesetzt werden darf – hier sei eine sorgfältige Unterscheidung notwendig.