Landeselternschaft der Realschulen in NRW e.V. - für die qualitative Realschule

vom Schulministerium als Mitwirkung berechtigt anerkannt

Landeselternschaft der Realschulen in NRW e.V.

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Austausch mit Ministerpräsident Hendrik Wüst zu aktuellen schulpolitischen Herausforderungen

Die Landeselternschaft der Realschulen in Nordrhein-Westfalen e. V. hat sich Anfang des Jahres mit einem ausführlichen Schreiben an Hendrik Wüst gewandt. Darin haben wir auf zahlreiche aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich aufmerksam gemacht – von der Finanzierung schulischer Infrastruktur über den zunehmenden Personalmangel bis hin zur wachsenden Belastung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften.

Im Mittelpunkt unseres Schreibens standen insbesondere die Sorge um die langfristige Finanzierung von Schulen, die Auswirkungen des Digitalpakts 2.0 auf dringend notwendige Investitionen in Schulgebäude und Sporthallen sowie die angespannte finanzielle Lage vieler Kommunen. Auch der Ausbau multiprofessioneller Teams, die psychische Belastung vieler Kinder und Jugendlicher sowie die Gleichwertigkeit der Schulformen wurden thematisiert.

Nun liegt die Antwort aus der Staatskanzlei vor. In dem Schreiben von Julia Buschhaus, der persönlichen Referentin des Ministerpräsidenten, bedankt sich die Staatskanzlei ausdrücklich für die Hinweise und das Engagement der Landeselternschaft.

So heißt es in dem Antwortschreiben:

„Ihre Hinweise zu verschiedenen Fragen mit Blick auf Schule habe ich aufmerksam gelesen und stimme Ihnen zu, dass wir im Bildungsbereich vor einigen Herausforderungen stehen, denen sich die Landesregierung jedoch mit Nachdruck annimmt.“

Zugleich verweist die Staatskanzlei auf verschiedene laufende Reformvorhaben der Landesregierung. Dazu zählen insbesondere die Stärkung der Basiskompetenzen, der Schulkompass NRW 2030, die Einführung der ABC-Klassen sowie die Umsetzung des Digitalpakts 2.0.

Weiter heißt es:

„Ich kann Ihnen versichern, dass Bildung für diese Landesregierung auch in herausfordernden Zeiten Priorität hat.“

Auch auf die von uns angesprochene schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen geht die Staatskanzlei ein. Hervorgehoben werden dabei die Schul- und Bildungspauschale des Landes sowie Mittel aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan. Laut Schreiben sollen aus dem Sondervermögen Infrastruktur insgesamt 10 Milliarden Euro an die Kommunen fließen, wobei 50 Prozent der Mittel insbesondere in den Bildungsbereich investiert werden sollen.

Positiv bewerten wir, dass unsere Anregungen an das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen weitergeleitet wurden und ein weiterer Austausch angekündigt wurde. Gleichzeitig hätten wir uns gewünscht, dass es zu einem persönlichen Gespräch mit dem Ministerpräsidenten selbst gekommen wäre. Gerade angesichts der großen Herausforderungen im Bildungsbereich wäre aus unserer Sicht ein direkter Austausch mit der Landesregierung ein wichtiges Signal der Wertschätzung gegenüber Eltern, Schulen sowie den Schülerinnen und Schülern gewesen.

Im Schreiben heißt es hierzu:

„Man wird sich von dort zwecks eines Gesprächstermins in der fachlich gebotenen Tiefe mit Ihnen in Verbindung setzen.“

Wir werden dieses Gesprächsangebot selbstverständlich wahrnehmen und die weiteren Entwicklungen weiterhin aufmerksam begleiten. Als Landeselternschaft setzen wir uns auch künftig dafür ein, dass Schulen in Nordrhein-Westfalen nachhaltig gestärkt werden – unabhängig von Schulform und kommunaler Haushaltslage. Besonders wichtig bleibt aus unserer Sicht, dass Real- und Hauptschulen die notwendige politische Aufmerksamkeit sowie eine verlässliche personelle und finanzielle Ausstattung erhalten.

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