Am 05. Mai fand ein Gespräch der Landeselternschaft der Realschulen in NRW e. V. mit Herbert Reul zum Thema „Gewalt an Schulen“ statt.
Ausgangspunkt für unsere Anfrage war die zunehmende Zahl an Rückmeldungen von Eltern, deren Kinder Gewalt im schulischen Umfeld erfahren haben. Dabei wurde deutlich, dass häufig große Unsicherheit und ein Mangel an Informationen bestehen. Als Reaktion darauf hat die Landeselternschaft eine Informationsbroschüre zu diesem Thema erarbeitet und dem Innenminister im Vorfeld des Gesprächs zukommen lassen – verbunden mit konkreten Fragen aus Elternsicht.
Herr Reul begrüßte ausdrücklich unser Engagement und betonte, wie wichtig es sei, dass sich Eltern aktiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Besonders hob er hervor, dass gerade Realschuleltern hier Verantwortung übernehmen. Er unterstrich die Bedeutung der Realschulen als wichtigen Bestandteil des Bildungssystems, insbesondere im Hinblick auf die fundierte Ausbildung der Schülerinnen und Schüler. In diesem Zusammenhang verwies er auch darauf, dass er sich dafür eingesetzt habe, den Zugang zur Polizeilaufbahn auch für Absolventinnen und Absolventen mit mittlerem Schulabschluss zu öffnen.
Zum Themenfeld „Gewalt an Schulen“ machte Herr Reul deutlich, dass die Hauptzuständigkeit im Bereich Schule bei Dorothee Feller liegt, mit der er jedoch eng zusammenarbeite. Die von uns bereitgestellten Informationen habe er bereits an das Schulministerium weitergeleitet. Gleichzeitig sei das Thema auch im Innenministerium präsent.
So berichtete er, dass an rund 20 Schulen in Nordrhein-Westfalen Polizeibeamtinnen und -beamte auch während der Pausen präsent seien. Darüber hinaus hätten Schulen die Möglichkeit, ihre örtlichen Polizeidienststellen anzusprechen und gemeinsam Präventionsveranstaltungen, beispielsweise Elternabende, zu organisieren. Ergänzend verwies er auf Angebote der Polizei Köln, die regelmäßig Online-Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten von Gewalt durchführen und auf großes Interesse stoßen.
Herr Reul betonte zudem, dass alle an Schule Beteiligten in der Verantwortung stehen, aktiv gegen Gewalt vorzugehen.
Im weiteren Verlauf stellte Gerrit Kremer sein Projekt vor, das er im Rahmen der Stadtschulpflegschaft durchgeführt hat. Dabei besuchte er verschiedene Schulformen in Essen – von Grundschulen über Gesamt- und Realschulen bis hin zu Gymnasien und Berufskollegs – und sammelte Eindrücke sowie Informationen zum Thema Gewalt an Schulen. Die Ergebnisse hat er in einem Dossier zusammengefasst, das auf großes Interesse stieß.
Abschließend bot Frau Zaß vom Landeskriminalamt an, gemeinsam einen Online-Elternabend zum Thema „Gewalt an Schulen“ zu organisieren. Im Nachgang stellte sie zudem weiterführende Informationen und hilfreiche Materialien zur Verfügung.
Wir danken Herrn Reul herzlich für die Einladung und den offenen Austausch zu diesem wichtigen Thema. Ebenso bedanken wir uns bei Frau Zaß für die wertvollen Impulse und das Angebot zur weiteren Zusammenarbeit.