Am 27. Oktober 2026 nahm die Landeselternschaft der Realschulen in NRW e. V. an der Programmkonferenz der CDU im Factory Hotel in Münster teil. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und die Möglichkeit, uns an der Diskussion zur zukünftigen Ausgestaltung der Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen zu beteiligen.
Durch den Abend führten der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und Schulministerin Dorothee Feller.
Zu Beginn standen drei Fragen rund um das Thema Bildung im Mittelpunkt: Soll es weiterhin Hausaufgaben geben? Wie stehen wir zur Handynutzung an Schulen? Und welchen Stellenwert hat Demokratiebildung? Das Publikum konnte jeweils aus drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wählen. Die Ergebnisse wurden anschließend mithilfe einer KI ausgewertet und in Diagrammen dargestellt. So entstand ein erster Eindruck davon, wie unterschiedlich die Meinungen und Einschätzungen zu diesen Themen sind.
Im weiteren Verlauf hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen und mit Paul Ziemiak und Dorothee Feller ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig ging es darum, Ideen und Anregungen für das Bildungsprogramm der CDU zu sammeln.
Als Landeselternschaft der Realschulen haben wir dabei insbesondere die Perspektive der Eltern eingebracht. Ein wichtiger Punkt war für uns: Eltern wollen ihre Kinder unterstützen und tun dies auch gerne. Sie können und sollen aber keine Lehrkräfte ersetzen. Wenn Kinder Schwierigkeiten beim Lernen haben oder schlechte Noten schreiben, brauchen sie mehr Unterstützung direkt in der Schule. Es darf nicht selbstverständlich sein, dass die Verantwortung für das Aufarbeiten von Lernlücken allein bei den Familien liegt.
Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere wichtige Bildungsthemen angesprochen, darunter:
- Frühkindliche Bildung und bessere Startchancen für Kinder
- Kostenloses Essen an Schulen
- Sozialindex und bedarfsgerechte Verteilung von Ressourcen
- Handynutzung und Medienkompetenz
- Bildungsfinanzierung und Lernstandserhebungen
- Familiengrundschulzentren
- Qualität der Lehrkräfteausbildung
- Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf
- Stärkung der Schulleitungen
- Erhalt und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Schulformen
- Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich
- Inklusion und das AO-SF-Verfahren
Gerade der Erhalt der unterschiedlichen Schulformen ist uns als Landeselternschaft ein wichtiges Anliegen. Eine vielfältige Schullandschaft bietet Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Bildungswege und Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Vielfalt gilt es zu erhalten und zu stärken.
Unser Fazit:
Es war ein interessanter Abend mit einem offenen und ehrlichen Austausch von Gedanken, Erfahrungen und unterschiedlichen Sichtweisen. Besonders wichtig finden wir, dass die Erfahrungen von Eltern in die Entwicklung politischer Programme einfließen. Denn gute Bildungspolitik kann nur gelingen, wenn auch diejenigen gehört werden, die den Schulalltag aus der Perspektive ihrer Kinder erleben.
Wir bedanken uns bei Paul Ziemiak und Schulministerin Dorothee Feller sowie bei der CDU für die Einladung und die Möglichkeit zum Austausch.