Landeselternschaft der Realschulen in NRW e.V. - für die qualitative Realschule

vom Schulministerium als Mitwirkung berechtigt anerkannt

Landeselternschaft der Realschulen in NRW e.V.

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15.10.2026 – Bildungscafé mit Frau Zingsheim-Zobel (Bündnis 90/Die Grünen)

Frau Zingsheim-Zobel lädt in regelmäßigen Abständen Menschen zu einem Bildungscafé ein, die sich für Bildung engagieren und die Weiterentwicklung der Schullandschaft mitgestalten möchten. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Schulformen, der Elternverbände, der Lehrkräfteverbände wie VBE und Lehrer NRW sowie weitere Akteure aus dem Bildungsbereich.

Beim Bildungscafé am 15. Oktober kamen erneut zahlreiche unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die Themen waren vielfältig und reichten von den PISA-Ergebnissen und dem Bildungshaushalt über die Qualifizierung von Lehrkräften und Demokratiebildung bis hin zur mentalen Gesundheit. Auch Fragen der Schulverwaltung und der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren wurden diskutiert.

Die Landeselternschaft der Realschulen in NRW nutzte die Gelegenheit, um nochmals auf ihren offenen Brief zu den PISA-Ergebnissen hinzuweisen. Dabei war uns besonders wichtig, deutlich zu machen, dass die Verbesserung der Bildungssituation nur gemeinsam gelingen kann. Eine gute Lernumgebung für Schülerinnen und Schüler entsteht dann, wenn Schulen, Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern, Politik, Verwaltung und weitere Beteiligte konstruktiv zusammenarbeiten.

Vertrauen als Grundlage für eine erfolgreiche Schulentwicklung

In der Diskussion wurde deutlich, dass sich bereits viele Schulen auf den Weg gemacht haben und sich engagiert für ihre Schülerinnen und Schüler einsetzen. Gleichzeitig fehlt es häufig an Vertrauen in das Schulsystem und seine Akteure. Die seit rund 25 Jahren wiederholt unbefriedigenden PISA-Ergebnisse haben Spuren hinterlassen. Eltern, die selbst bereits als Schülerinnen und Schüler mit schlechten Bildungsergebnissen und einer kritischen öffentlichen Wahrnehmung von Schule konfrontiert waren, bringen diese Erfahrungen teilweise in ihre eigene Elternrolle mit. Eine negative Sicht auf Schule kann sich dadurch auch auf die nächste Generation übertragen.

Umso wichtiger ist es, die vorhandenen positiven Entwicklungen sichtbar zu machen und das Vertrauen zwischen Eltern, Lehrkräften, Schulleitungen und Schülerinnen und Schülern zu stärken. Dazu gehört auch, jungen Menschen etwas zuzutrauen, ihnen Verantwortung zu übertragen und gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Wenn es nicht gelingt, Vertrauen in die demokratischen Institutionen und in die Handlungsfähigkeit des Bildungssystems zu stärken, besteht zudem die Gefahr, dass demokratiefeindliche und nichtdemokratische Parteien die bestehenden Probleme für ihre Zwecke nutzen und für ihre Propaganda instrumentalisieren.

Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass Schule für viele Kinder und Jugendliche weit mehr ist als ein Ort des Lernens. Die Ergebnisse einer Schülerstudie zeigen, dass Schule für viele junge Menschen ein wichtiger Lebens- und Haltpunkt ist. Diese positiven Erfahrungen und Entwicklungen müssen stärker wahrgenommen und in der öffentlichen Diskussion berücksichtigt werden.

Frau Zingsheim-Zobel teilte die Einschätzung, dass das Vertrauen in alle Beteiligten weiter gestärkt werden muss. Dafür braucht es eine offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung und eine verlässliche Zusammenarbeit.

Fazit: Die Landeselternschaft der Realschulen in NRW setzt sich dafür ein, Probleme klar zu benennen, gleichzeitig aber auch die vielen positiven Entwicklungen an unseren Schulen sichtbar zu machen. Gute Bildung entsteht nicht durch Schuldzuweisungen, sondern durch gemeinsames Handeln. Eltern müssen dabei als wichtige Partner ernst genommen und aktiv einbezogen werden. Nur wenn wir Vertrauen schaffen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir die Lernbedingungen für unsere Kinder nachhaltig verbessern und die Zukunft unserer Schulen positiv gestalten.

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