Das bildungspolitische Netzwerk der CDU hatte zu einem digitalen Austausch eingeladen. Karin Bültbrune aus dem Vorstand folgte der Einladung sehr gerne.
Das Thema des Abends lautete:
„Fortbildungen von Lehrkräften – Was muss sich verändern?“
Da das Netzwerk aus unterschiedlichen Professionen besteht – darunter Lehrkräfte, Schulleitungen, Politik und Elternvertretungen – entwickelte sich eine interessante und vielfältige Diskussion. Moderiert wurde die Veranstaltung von Frau Thielen, die souverän durch den Abend führte.
Im Mittelpunkt standen verschiedene Fragen rund um die zukünftige Gestaltung der Lehrkräftefortbildung:
- Wie können verbindliche Qualitätsstandards für Fortbildungen geschaffen werden?
- Welche Bedeutung haben Evaluationen, damit Fortbildungen tatsächlich Wirkung zeigen?
- Welche Rolle spielen Schulleitungen bei der Planung und Umsetzung von Fortbildungsprozessen?
- Welche Angebote gibt es speziell für Schulleitungen – auch für diejenigen, die bereits länger in dieser Funktion tätig sind?
Als Grundlage für die Diskussion diente unter anderem der Sechs-Punkte-Plan zur Reform der Lehrkräftefortbildung des Landes NRW. Dieser sieht unter anderem vor:
- landesweit einheitliche Qualitätsstandards und wissenschaftsbasierte Kernkonzepte einzuführen,
- digitale, hybride und Präsenzformate auszubauen,
- ein Fortbildungsmonitoring mit besserer Datengrundlage und Evaluation aufzubauen,
- Fortbildungsplanung an Schulen verbindlicher zu verankern,
- die Steuerung und Zusammenarbeit der Fortbildungsstrukturen weiterzuentwickeln,
- die Zusammenarbeit mit Hochschulen stärker zu nutzen.
Ein wichtiger Punkt der Diskussion war, dass Fortbildung nicht nur ein individuelles Angebot für einzelne Lehrkräfte sein sollte, sondern stärker als Bestandteil der Schulentwicklung verstanden werden muss. Schulen benötigen passgenaue Angebote, die sich an den tatsächlichen Bedarfen orientieren.
Die Ergebnisse des Abends werden in der nächsten Sitzung des Netzwerks weiter vertieft. Die CDU-Landesgeschäftsstelle hat die Mitglieder aufgefordert, eigene Ideen und Schwerpunkte für das Wahlprogramm zur Landtagswahl 2027 einzubringen.
Dabei sollen insbesondere die Themenbereiche Weiterentwicklung des Schulsystems, Personalentwicklung und Evidenzbasierung in der Bildung betrachtet werden.
Der Austausch zeigte erneut, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen, um die Qualität von Schule langfristig weiterzuentwickeln.