Die Schulministerin Dorothee Feller lud zur Sitzung des Fachbeirats „Inklusive schulische Bildung“ ein. Zu Beginn der Sitzung begrüßte Frau Zeißig die Teilnehmenden.
Im Anschluss informierte Herr Schnelle über die geplante Einführung der sogenannten ABC-Klassen. Hintergrund ist, dass etwa 30 % der Kinder erhebliche sprachliche Defizite aufweisen. Herr Schnelle betonte ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um ein therapeutisches Angebot handelt, sondern um eine pädagogisch ausgerichtete Sprachförderung. Vorgesehen ist eine Förderung in Kleingruppen von etwa acht Kindern.
Frau Thoms äußerte in diesem Zusammenhang die Sorge, ob durch den Besuch der ABC-Klassen ein erhöhtes Risiko bestehe, dass im Anschluss ein Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs (AOSF-Verfahren) eingeleitet wird. Herr Schnelle verneinte dies und stellte klar, dass ein solcher Zusammenhang nicht vorgesehen sei.
Die weitere Moderation übernahm Herr Ludwig. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitete er Erwartungen an die zukünftige Zusammenarbeit – sowohl im Plenum als auch mit dem Ministerium. Dabei wurden auch zentrale Themen und Anliegen der Mitglieder gesammelt.
Im Anschluss informierte Frau Zeißig über den aktuellen Stand der Pilotierung des AOSF-Verfahrens sowie über die geplanten nächsten Schritte.
Ein Beschluss über den Antrag zur Unterstützung chronisch kranker Kinder, eingebracht von Herrn Kochanek von der LAG Selbsthilfe NRW, konnte leider nicht gefasst werden, da nicht ausreichend stimmberechtigte Mitglieder anwesend waren.
Im Plenum wurde daraufhin diskutiert, wie künftig mit der wiederkehrenden Problematik fehlender Teilnehmender umgegangen werden kann. Eine abschließende Lösung konnte hierzu jedoch noch nicht gefunden werden.