Auf Einladung der Landeselternkonferenz (LEK), die derzeit die Organisation übernimmt, trafen sich verschiedene Elternverbände zu einem digitalen Austausch. Auf der Agenda standen mehrere aktuelle bildungspolitische Themen.
Zunächst wurde die aktuelle Stellungnahme zu den geplanten ABC-Klassen besprochen. Einige Verbände verständigten sich darauf, eine gemeinsame Stellungnahme zu verfassen, während andere den Weg einer eigenen Stellungnahme bevorzugten.
Im Anschluss wurde das Rotationsprinzip für den Vorsitz und die Organisation der LEK diskutiert. Sowohl die LEK als auch die LEIS erklärten sich bereit, die Organisation zu übernehmen. Einstimmig wurde beschlossen, dass künftig zu Beginn eines jeden Jahres abgestimmt wird, welcher Verband den Vorsitz übernimmt. Jeder Verband kann kandidieren und verfügt über eine Stimme. Nachdem die LEIS ihr Angebot zurückzogen, übernimmt die LEK weiterhin die Organisation.
Die LEK schlug zudem vor, sich einmal jährlich zu einem persönlichen Treffen zusammenzufinden, um schulische Themen im direkten Austausch zu vertiefen. Die Mehrheit der Verbände sieht sich derzeit jedoch nicht in der Lage, solche zusätzlichen Präsenztreffen organisatorisch und personell zu stemmen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Offener Ganztag (OGS). Die LEK berichtete, dass Eltern zunehmend die Sorge äußern, dass ihre Kinder – insbesondere in höheren Klassen – keinen OGS-Platz erhalten. Auch Grundschulen bestätigten, dass erste Rückmeldungen aus der Elternschaft diese Befürchtung stützen. Die LEK bittet darum, betroffene Eltern an die Landeselternkonferenz zu verweisen. Dort sollen die Rückmeldungen gesammelt, statistisch ausgewertet und an die Politik weitergegeben werden.
Die Elternvertretungen der Förderschulen GE und KME ergänzten, dass viele ihrer Schülerinnen und Schüler insbesondere in den Ferien vor großen Herausforderungen stehen, da es kaum geeignete Angebote für Kinder mit Einschränkungen gibt. Dieses Thema soll auf die Agenda der nächsten Sitzung gesetzt werden.
Als weiterer Tagesordnungspunkt wurde das kostenlose Schülerticket thematisiert. Aktuell gibt es keine landesweit einheitliche Regelung; die Kommunen handhaben dies sehr unterschiedlich. Die Landeselternschaft der Gymnasien bot an, ein entsprechendes Schriftstück zu entwerfen, in das die einzelnen Verbände ihre Ergänzungen einbringen können. Die weitere Beratung hierzu wird beim nächsten Treffen fortgesetzt.