Wir danken der Staatskanzlei herzlich für die Einladung zur Eröffnungsfeier am 27.01.2026 von HOLO VOICES in Essen. Leider war es unserem Vorsitzenden, Herrn Sönmez, aus beruflichen Gründen nicht möglich, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Als Landeselternschaft der Realschulen in Nordrhein-Westfalen ist uns das Thema Erinnern von besonderer Bedeutung. Gerade aus Elternsicht sehen wir es als unsere gemeinsame Verantwortung, Kindern und Jugendlichen Wege zu eröffnen, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um aus ihr für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Vor diesem Hintergrund bedauern wir sehr, dass eine persönliche Teilnahme an dieser besonderen Veranstaltung nicht möglich war.
HOLO VOICES zeigt eindrucksvoll, wie Erinnerungskultur auch für jüngere Generationen erfahrbar gemacht werden kann. Die Möglichkeit, mit einer Zeitzeugin in Interaktion zu treten und eigene Fragen zu stellen, schafft einen persönlichen Zugang, der über klassische Vermittlungsformen hinausgeht. Die durch künstliche Intelligenz ausgewählten Originalantworten der Holocaust-Überlebenden verleihen der Begegnung Authentizität und Tiefe.
In der bewusst gedämpften Atmosphäre des Raumes entsteht ein Moment der Konzentration und des Innehaltens. Wenn das Licht erlischt und die Projektion der Zeitzeugin auf der Bühne erscheint, wirkt es, als schwebe sie im Raum und spreche direkt zu den Anwesenden. Gerade für Kinder und Jugendliche kann diese Form der Vermittlung dazu beitragen, Geschichte nicht als abstrakt, sondern als persönlich und berührend zu erleben.
Aus Elternsicht begrüßen wir ausdrücklich Formate wie HOLO VOICES, die Erinnerung lebendig halten, Empathie fördern und einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung leisten.