Am 15. Oktober 2026 fand erneut ein Online-Austausch mit Frau Dilek Engin, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen, statt. Frau Engin lädt in regelmäßigen Abständen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Elternverbände ein, um aktuelle schulpolitische Themen zu diskutieren. Dabei erhalten die Verbände die Gelegenheit, ihre Anliegen einzubringen, Probleme aus dem Schulalltag anzusprechen und auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, die Familien und ihre Kinder bewegen.
Wir als Landeselternschaft der Realschulen in NRW nutzen diese Gespräche gezielt, um die Perspektive der Realschuleltern sichtbar zu machen. Dieses Mal stand unter anderem unser Offener Brief zu den PISA-Ergebnissen im Mittelpunkt. Wir machten deutlich, dass die Ergebnisse nicht einfach zur Kenntnis genommen werden dürfen. Sie müssen vielmehr Anlass sein, die bestehenden Probleme im Bildungssystem genauer zu betrachten und konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen.
Uns ist wichtig, dass dabei auch die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler an den Realschulen berücksichtigt werden. Wo entstehen Lernlücken? Wie können Kinder und Jugendliche frühzeitig und wirksam unterstützt werden? Und wie schaffen wir verlässliche Bedingungen, damit Bildungserfolg nicht vom Zufall oder den Möglichkeiten des Elternhauses abhängt? Aus unserer Sicht braucht es verbindliche Maßnahmen, die im Schulalltag tatsächlich ankommen.
Frau Engin nahm unsere Hinweise gerne auf und zeigte Interesse daran, die angesprochenen Punkte auch für ihre weitere Arbeit und die bildungspolitische Diskussion aufzugreifen. Gerade dieser Austausch ist für uns wertvoll: Elternverbände bringen Erfahrungen aus der Praxis ein, die politische Entscheidungen ergänzen und helfen können, Probleme konkreter zu erfassen.
Denn gute Bildungspolitik braucht mehr als Beschlüsse und Programme auf dem Papier. Sie muss die Realität in den Schulen berücksichtigen, die Erfahrungen von Familien ernst nehmen und daran gemessen werden, ob sich die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder tatsächlich verbessern.
Wir begrüßen daher den regelmäßigen Austausch mit Frau Engin als wichtige Gelegenheit, die Anliegen der Realschuleltern einzubringen und uns für Verbesserungen einzusetzen, die bei den Schülerinnen und Schülern ankommen.