Frau Engin hatte mehrere Elternverbände zu einem Austausch über aktuelle schulische Themen eingeladen. Anwesend waren die Landeselternkonferenz, die KED, wir als Landeselternschaft der Realschulen in NRW e. V. sowie GLGL (Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen).
Das erste Thema waren die geplanten ABC-Klassen. Hierzu fand ein intensiver Austausch über die Umsetzung sowie die möglichen Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler statt.
Im Anschluss wurde über das zweigliedrige Schulsystem gesprochen, das die SPD gerne in Nordrhein-Westfalen umsetzen möchte. Herr Jansen erklärte dabei deutlich, dass die Abschaffung der Realschulen für viele Kinder ein großer Verlust wäre. Gerade das kleinere System der Realschulen biete vielen Schülerinnen und Schülern Chancen auf individuelle Förderung. Kinder seien dort sichtbarer und könnten besser begleitet werden. Deshalb sprechen wir uns als Realschuleltern klar gegen ein zweigliedriges Schulsystem aus.
Frau Engin erklärte, dass auch kleinere Sekundarschulen diese Aufgaben übernehmen könnten. Dennoch machte die Landeselternschaft der Realschulen deutlich, dass dies aus unserer Sicht kein gleichwertiger Ersatz für die Realschulen wäre. Frau Engin versprach, weiterhin mit uns im Gespräch zu bleiben, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Weitere Themen waren das 19. Schulrechtsänderungsgesetz sowie insbesondere der Notenschutz, der aus Sicht vieler Eltern weiter ausgeweitet werden sollte.
Auch § 53 Schulgesetz wurde angesprochen. Hier besteht die Sorge, dass Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten künftig schneller vom Unterricht ausgeschlossen werden könnten.
Zum Abschluss wurde über die psychischen Belastungen von Schülerinnen und Schülern gesprochen, insbesondere über zunehmende Vereinsamung und deren Auswirkungen auf den Schulalltag. Frau Engin versprach, diese Problemfelder genauer zu betrachten und weiterhin mit den Elternverbänden im Austausch zu bleiben.